Kung Fu Formen

Das Form Training bezieht sich auf Durchhaltevermögen, Ausdauer und Perfektion.

Bei Erschöpfung und dauerhaften Müdigkeit erlangt der Körper die Gelassenheit, als auch Lockerheit die man im Kampf und ebenso in der Form braucht, damit man schnell und intuitiv handeln kann, wenn es notwendig ist.

Dauerhaft diesen Zustand zu erlangen ist keineswegs gesund, jedoch zeitweise von Nöten.

Je mehr wir mit dem Form Training fortschreiten, desto mehr beginnen wir die Sinnhaftigkeit hinter dem ganzen zu Verstehen.

Warum gibt es Kung Fu Formen und wozu dienen diese eigentlich?

Diese Frage stellte ich mir selbst bevor ich überhaupt mit Kung Fu angefangen habe.
Doch eines war mir selbst klar bevor ich überhaupt noch mit Kampfsport begonnen habe und zwar, das Kung Fu & Karate Kampf Stile sind, die ich für einen SHow Kampf gehalten habe.

Doch durch meinen Trainer geriet ich durch Zufall in diese Kunst hinein.

Mir war vom Bewusstsein kaum klar, dass ich gerade einen wundervollen Stil ausüben darf, der so viel mehr ist, als nur Kämpfen mit dem Körper.

Nach kürzester Zeit war mir klar, dass sich diese Kunst auf mentale Stärke bezieht. Ohne mentale Stärke kann man diese Kunst im Kampf nicht ausführen. So ist es unumgänglich die Formen 10000 mal zu Üben, erst dann kann man Kung Fu beginnen zu Verstehen.

Die Formen zeigen nach kürzester Ausübung welcher Charakter in uns steckt.

Ein Trainer oder auch ein Meister können erkennen, welche Persönlichkeit in einem verbirgt. Jedoch um das Mysterium hinter dieser Kunst zu verstehen, muss man sie selber ausüben.

Das bedeutet, dass man den Weg des Lernens gehen wird und Schritt für Schritt immer wieder erkennen kann, dass das vermeintlich Geglaubte wahre und einzig richtige doch nur eine Illusion ist.

So glaubte ich lange Zeit einem vermeintlich guten Meister, der sich in Wahrheit nur als dieser ausgab und eben nicht mehr war als ein Lehrer. Doch weil er diese Illusion um sich aufbaute und ich dies nach langer Zeit erkannte, war mir klar dieser Mensch und sonst jeder weiterer Meister ist nur ein Human der sein Wissen weiter gibt. Würde mir nicht gesagt worden, dass dieser kein Meister ist so wäre ich heute noch in dieser Illusion gefangen, obwohl mein tiefstes innere sagte, dass er nicht jene Person ist, die er vorgibt zu sein. Heute Glauben 1000en von Menschen diesen Mann und das obwohl er eine Maske auf hat.

Wünsche, Hoffnung und Glaube lässt uns oftmals einen Schleier vor unseren Augen entstehen.

Für mich persönlich bedeutet ein Meister gewisse Punkte im Leben gemeistert zu haben. Darunter fällt ebenfalls die Emotionen und Gedanken zu kontrollieren.

Doch im Grund hat jeder Mensch niemals alles gemeistert. Das wiederum spricht gegen das Meister Konzept. Jedoch hat die Bedeutung „Meister“ nur den Zweck, dass jemand gewisse Punkte gemeistert hat, die man für den jeweiligen Weg braucht um diesen in der selben art und weise meistern zu können.

Kung Fu Formen sind heutzutage vorhanden um sich weiterzuentwickeln von Körper, Geist und der inneren Stärker.

Doch wozu dienen Formen im großen und ganzen.

Sie dienen nicht nur wie bereits häufig zu Gemüte geführt zur Stärkung des mentalen Bewusstseins, nein sie dienen zur Automatisierung von Bewegungen.

Das kann man allerdings nur verstehen, wenn man es 10000 male ausgeübt hat und 10000 male im Kopf durch gegangen ist.

Für mich persönlich ist es von mal zu mal eine große Herausforderung die Formen zu Üben, denn Üben bedeutet zu wachsen und dies geschieht bekanntlicher weiße erst, wenn man durch Schmerzen geht, oder?

Nein ganz so hart ist es nicht, aber man muss lernen Schmerzen zu ertragen und trotzdem weiterzumachen.

Fazit ist, dass jeder einen anderen Meister hat, da jeder Mensch andere Prioritäten setzt und ebenso andere Glaubenssätze verfolgt.


Ich werde häufig gefragt ob das Form Training überhaupt einen Sinn macht?!

Meine Antwort lautet: „Ein Profi Fußballer oder Basketballer üben zuerst 10000 mal einen Trick bevor sie ihn gut können, danach haben sie es verinnerlicht. Wenn das Geschehen ist, kommt man zum Kampf und übt es dort in der Praxis ein.

Zuerst muss man sich die Kampf Situationen sich bildlich vorstellen können bis ins kleinste Detail, danach kommt man zum Üben und dann geht man damit in das Duell!